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Startwochende des neuen Pfarrgemeinderates – „Lebendig und offen“, so soll unsere Pfarrgemeinde in Kürnach sein. Darüber waren sich alle Pfarrgemeinderäte einig, die sich im Burkadushaus im Schatten des Kiliandomes am dritten Septemberwochenende trafen, um an zwei Tagen gemeinsam zu überlegen, was das Profil des Pfarrgemeinderates während der neuen Amtszeit sein soll und welche Projekte angegangen werden sollen. Grundsätzliches zum Thema „Pfarrgemeinde“

Zunächst überlegten wir uns, was Pfarrgemeinde ausmacht. Für uns ist es wichtig, dass wir eine offene, bunte und lebendige Pfarrgemeinde sind und werden, die Platz, Heimat und Angebote für alle Altersgruppen bietet. Deshalb wollen wir versuchen, Mehrgenerationenangebote zu machen, die möglichst viele Altersgruppen gemeinsam ansprechen. Wir wollen diese Grundsätze auch in einem Motto, das wir über unsere Pfarrgemeindearbeit stellen, zum Ausdruck bringen: Gott baut mit uns ein Haus, das lebt. 
Dann schauten wir, was Jesus in der Bibel über den Sinn von Gemeinde aussagt und welchen Auftrag wir von Jesus erhalten haben.

Vortrag von Anselm Grün
Nach einem reichhaltigen Abendessen ließen wir den Abend gemütlich bei einem Gläschen Wein ausklingen. Im Gespräch kam heraus, dass Burkard Strauß mit Anselm Grün Abitur gemacht hat. Daraufhin entstand die Idee, Anselm Grün für einen Vortrag in Kürnach zu gewinnen. Burkard hat dies gleich bei nächster Gelegenheit umgesetzt und ihn angesprochen. Anselm Grün wird voraussichtlich im neuen Jahr zu uns nach Kürnach kommen und wahrscheinlich einen Vortrag zum Thema „ Werte“ halten. Genaueres dazu im Mitteilungsblatt.

Konkrete Ideen für das Jahr 2019
Am nächsten Morgen konnten wir frisch gestärkt durch ein Frühstück, das keine Wünsche offen ließ, damit beginnen zu überlegen, was der Ist-Stand in unserer Pfarrgemeinde ist: Welche internen Veränderungen erwarten wir in den nächsten drei bis vier Jahren? Welche äußeren Veränderungen werden die Arbeit in den nächsten Jahren beeinflussen? Was werden unsere Pfarrmitglieder zukünftig von uns wollen oder brauchen? Und was werden diese zukünftig nicht mehr brauchen, was wir weglassen können? Die Gedanken dazu führten uns zu dem nächsten Punkt, dass wir Visionen von Pfarrgemeinde formulieren sollten. Was würden wir gerne machen, wenn es keine Bedenken, keine Einwände und keine äußeren Zwänge gebe. Jeder durfte seiner Fantasie freien Lauf lassen, ohne an die möglichen Einschränkungen zu denken. 
Im letzten Arbeitsschritt ging es nun darum, ganz konkrete Projekte zu erarbeiten, die wir im nächsten Jahr umsetzen wollen. Dazu setzten wir uns in drei Kleingruppen zusammen, um auf einem Plakat die sinnvolle Umsetzung schriftlich festzuhalten. 
Die erste Gruppe plante einen besonderen Gottesdienst. Das Besondere liegt darin, dass nicht der Hauptamtliche eine Predigt hält, sondern dass alle Gläubige sich über den Bibeltext gemeinsam Gedanken machen und sich austauschen. Damit wollen wir die Gläubigen mehr in den Gottesdienst einbeziehen und sie dazu ermutigen sich aktiv mit dem Schriftwort auseinander zu setzen. Dieser besondere Gottesdienst soll im Pfarrzentrum gehalten werden und sich nur durch den Predigtteil unterscheiden, bei dem sich die Gemeindemitglieder in Kleingruppen über den jeweiligen Evangeliumstext unterhalten, ohne dies vor der versammelten Gemeinde präsentieren zu müssen. Währenddessen soll es die Möglichkeit geben, dass die Kinder malen oder etwas basteln. Im Anschluss an den Gottesdienst soll es noch ein gemütliches Beisammensein im Pfarrzentrum mit fair gehandelten Waren geben. Wir wollen diese Form des etwas anderen Gottesdienstes im neuen Jahr einmal ausprobieren und dann weitersehen.
Zwei weitere PGR-Mitglieder überlegten sich die Gestaltung eines Gottesdienstes in der Natur. Dieser soll in der warmen Jahreszeit an einem Sonntagnachmittag am Franziskus-Marterl am Schwarzen Brunn stattfinden. Im Anschluss an den Gottesdienst sollen bei Kaffee und Kuchen verschiedene Aktivitäten, wie Naturführungen mit dem Thema Quellgebiet, Landwirtschaft heute und gestern, Traktor fahren, Bienenstöcke besichtigen uvm. angeboten werden. Dazu sollen auch noch weitere Vereine und Personen angesprochen werden.
Die dritte Gruppe machte sich Gedanken darüber, wie man die unterschiedlichen Altersstufen in unsere Pfarrgemeinde ansprechen könnte und Angebote für Familien machen kann. Eine Vernetzung von Jung und Alt besteht in folgender Möglichkeit, dass ältere Menschen junge Familien am Wochenende entlasten, indem sie etwas mit den Kindern unternehmen. 

Zudem wurde überlegt, eine Kirchenführung am Pfarrfest 2019 für alle Generationen anzubieten. In Zusammenarbeit mit dem Kindergottesdienst- und dem Familiengottesdienstteam könnte ein ganztägiger Ausflug in den Tierpark unternommen werden.
Romfahrt 2020

In diesem Zusammenhang wurde beschlossen 2020 eine gemeinsame Pfarreifahrt nach Rom anzubieten, in der sowohl Familien als auch ältere Menschen auf ihre Kosten kommen. 
Beim abschließenden Rückblick wurde das Startwochenende als sehr fruchtbar und gewinnbringend bewertet und die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass wir nun mit Schwung und Elan die anstehende Herausforderungen meistern. Wir nahmen uns zudem vor, einen Fragebogen zu erarbeiten, bei dem die Pfarreimitglieder gefragt werden, welche Angebote sie sich von der Pfarrgemeinde wünschen.

Für den PGR 
Christiane Legge

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