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Danken - eine Grundhaltung des Christen – Im Hochgebet der Eucharistie wird für die Frucht des Weinstockes und der menschlichen Arbeit gedankt. Menschliche Arbeit kann noch so engagiert sein, aber ohne den Weinstock selbst ist diese Arbeit nichts wert. Seine Predigt zum Erntedankfest in Kürnachs Pfarrkirche nutzte Pfarrvikar Matthias Karwath sehr anschaulich die tiefe Symbolik des Weinstocks darzulegen.

Dabei ging Karwath auch auf die Tatsache ein, dass die Christen sich sehr schwer tun mit dem Bild des dreifachen Gottes in einer Person. Einen Rebstock mit Zweigen in der Hand, erklärte der Pfarrvikar: Die Wurzel als nicht sichtbaren Teil des Rebstockes ist Gott Vater. Er ist auch für uns nicht sichtbar, aber eins mit dem Stamm des Weinstocks, der sichtbar über dem Boden wächst. Der Stamm ist so auch das Bild für Jesus Christus, den Mensch-gewordenen Sohn Gottes. Die dritte göttliche Person – den Heiligen Geist – deutete Pfarrvikar Karwath mit den Nähstoffen und dem Wasser, die der Weinstock über die Wurzel aufnimmt und über den Stamm in alle Teile des Ganzen fließen lässt. Der Heilige Geist ist für uns ebenfalls nicht sichtbar aber spürbar in seinen Auswirkungen. Er schenkt Kraft zum Leben, wie auch die Nährstoffe dem Rebstock das Nötige zum Wachsen spenden.

Schließlich noch das Bild der Rebzweige, die austreiben und weitere Verzweigungen bilden. Dieses Symbol gilt für die Menschen, denen von Gott die Kraft geschenkt wird im Leben zu wachsen und zu gedeihen um Früchte zu tragen. Die Früchte sind nötig zum Leben. Aber oft sind die Menschen ungeduldig, weil trotz der Mühe und Arbeit die Früchte ausbleiben. Wenn dann der Mensch in seiner Ungeduld sich selbst dafür verantwortlich macht, kommen Zweifel, Gefühle der Unsicherheit und Angst auf und Undank sowie Unzufriedenheit machen sich breit.

Gott will, dass wir ihm ganz vertrauen. Gott will nur einen Anteil von uns zu seinem Wirken, damit wir Leben können. Er schenkt uns die Grundvoraussetzungen dafür, d. h. wir sind nicht hauptverantwortlich. Gott will aber dass wir uns ihm anvertrauen indem er sagt: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Rebzweige. Ohne mich könnt ihr nichts erreichen. Wer nicht mit mir verbunden ist, kann nicht leben. Auch der Rebzweig kann nichts hervorbringen, wenn er nicht mit dem Stamm des Rebstockes verbunden ist. Er wird auch keine Frucht bringen.

Vertrauen auf Gott  ist das Wichtigste für den Menschen. Dann kann er auch dankbar sein für die Früchte, die mit Hilfe der menschlichen Arbeit, aber aus Gottes Willen entstehen.

Sichtbar für alle Gottesdienstbesucher war die Kirche mit vielen Früchten, Gemüse, Getreide sowie Brot und Wein um den Altar geschmückt.

Am Ende der Feier kamen die Kinder der Kindertagesstätte Kürnach, die mit einem Erntetanz und dem Kanon „Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig“ alle zum anschließenden Erntemarkt auf dem Platz des Pfarrzentrums einluden. Pl

Über den Erntemarkt der Kindertagesstätte Kürnach wird in den kommenden Tagen mit einer neuen Nachricht berichtet.

 

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