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Liebe Leserinnen und Leser,

„ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" – das ist die Aussage Jesu an seine Jünger und an uns. 

Am ersten Advent startete in der katholischen Kirche Deutschlands der sogenannte „Synodale Weg", der es sich zum Ziel gesetzt hat, u.a. die Missbrauchsfälle der letzten Jahr(zehnt)e aufzuarbeiten, die Lebensform der Priester, die Rolle der Frau und die Sexualmoral der Kirche zu diskutieren und um Modernisierungsvorschläge zu ringen.

Mit dieser Entscheidung kommt die Deutsche Bischofskonferenz den Gläubigen sehr entgegen, da dieser Prozess faktisch zeitnah beginnen konnte. Eine „echte" Synode hätte von Deutschland aus in Rom offiziell beantragt werden müssen und solche Genehmigungsverfahren können dauern. Auch wenn es vielen Kirchenangehörigen immer noch als zu langsam und zu umständlich erscheint – es ist ein mutiger und auch sehr notwendiger Schritt, Gläubige, Botschaft und Institution wieder aufeinander zu zubewegen.

Wir wollen dafür beten, dass der Synodale Weg und die Aussage Jesu zusammen eine Erneuerung der Kirche in Ihrer Form als Glaubensgemeinschaft bewirkt, dass wir unsere Kirchen im Dorf behalten: Als Zentrum der Glaubensausübung, als Zeugen unserer Kultur und als Zeichen unserer christlichen Prägung.

Der Adventsruf „Wachet Auf!" begleitet uns nicht nur alljährlich im Advent, sondern gilt auch das ganze Jahr und besonders für den synodalen Weg: Aufbruch und Veränderung hat Gott von seinen Propheten und dem Volk immer wieder gefordert. Lassen wir uns darauf ein.

Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen Advent.

Ihr
Peter Pospiech
Vorsitzender des PGR

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