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Am Sonntag, 18.05. waren alle 3 Gemeinden unserer Pfarreiengemeinschaft zum Bittgang nach Kürnach eingeladen. Der Kürnacher Prozessionsweg, bei dem um das Gedeihen der Felder und auch für das Wohl der Menschen in unserer Gemeinde Kürnach gebetet wurde, führte zum Seniorenzentrum. Eine gute Gelegenheit, um einmal über das Alter nachzudenken.

Bei einer Statio am Seniorenzentrum wurde der zurückgetretene Papst Benedikt XXVI. Zitiert, der sich sehr positiv über das Alter äußerte; er schreibt: „Es ist schön, alt zu sein! In jedem Alter muss man die Gegenwart und den Segen des Herrn sowie den Reichtum, den er enthält, zu entdecken wissen. Nie darf man sich von der Traurigkeit gefangen nehmen lassen! Wir haben das Geschenk eines langen Lebens erhalten. Zu leben ist schön, auch in unserem Alter, trotz einiger Gebrechen und Einschränkungen. In unserem Gesicht möge stets die Freude sein, uns von Gott geliebt zu fühlen, und nicht die Traurigkeit.“

Auch in der Bibel wird ein hohes Alter als Segen Gottes betrachtet. Heute ist es viel stärker möglich älter zu werden und aktiv zu bleiben – und das ist ein Geschenk, dem man viel mehr Wertschätzung und Hochachtung entgegenbringen sollte. Aber unsere Gesellschaft, die so oft von Leistungsfähigkeit und Profit beherrscht ist, nimmt das Alter oft nicht als Geschenk, sondern als Last und Belastung an; alte Menschen werden deshalb ausgrenzt und müssen schmerzlich spüren, was Einsamkeit bedeutet.

Gerade wir Christen müssten uns deshalb noch viel stärker für sie einsetzen - angefangen bei den Familien und den öffentlichen Einrichtungen - und dafür sorgen, dass die alten Menschen ihrem eigenen Platz in der Gesellschaft behalten.

Mit den Worten des folgenden alten irischen Segensgebetes empfahlen die Gläubigen unsere alten Mitbürger im Seniorenzentrum und überall zuhause, der Gnade und Güte Gottes an:

Irischer Segen:

Nicht, dass von jedem Leid verschont Du mögest bleiben,
noch, dass dein künftiger Weg stets Rosen für Dich trage
und keine bittere Träne über Deine Wangen komme
dies alles, nein, das wünsche ich Dir nicht!
Mein Wunsch für Dich ist vielmehr dieser:
Dass dankbar Du und allezeit bewahrst in Deinem Herzen
die kostbare Erinnerung der guten Ding' in Deinem Leben;
Dass mutig Du stehst in Deiner Prüfung,
wenn hart das Kreuz auf Deinen Schultern liegt
und wenn der Gipfel, den es zu ersteigen gilt,
ja selbst das Licht der Hoffnung zu entschwinden droht;
und mit den Jahren sie Dir helfe, dein Herz froh zu machen.
Dass in Gott Du immer einen wahren Freund hast,
der Dir Vertrauen gibt,
wenn Dir's an Licht gebricht und Kraft;
Dass Du dank ihm den Stürmen standhältst
und so die Höhen doch erreichst.
Amen.

An der Kapelle „Wasser und Glaube“ traf die Estenfelder Prozession Mit etwas Verspätung auf die Bittgängerinnen und - gänger aus Kürnach. Die beiden Gemeinden ziehen in einer Gemeinschaft zur Kirche St. Michael. Da warteten bereits die Mühlhäuser auf die beiden Gemeinden und zogen alle gemeinsam in die Kirche, um dort die Eucharistie der Pfarreiengemeinschaft zu feiern. Im Anschluss daran gab es ein Beisammensein im Pfarrzentrum mit Stärkung an Leib und Seele.

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