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An Fronleichnam zeigt sich Jesus Christus: – „Wenn ich bei der Fronleichnamsprozession die Monstranz in Augenhöhe tragen soll, dann muss ich durch das Fenster am Heiligen Brot vorbei auf die Straßen Kürnachs schauen. Dieses Brot, Zeichen für Jesus und gleichzeitig die Straßen unseres Dorfes habe ich vor Augen“, betonte Pfarrer Joachim Bayer zur Einleitung der Prozession und verdeutlichte damit, dass mit dem öffentlichen Auftreten Jesus Christus,

ER, den Menschen auf Augenhöhe begegnen möchte. Er kommt zu uns Menschen, dorthin wo wir leben und arbeiten, in die Straßen und Häuser. Als Bewohner des Dorfes Kürnachs  haben die Menschen ihre Straßen und Häuser festlich geschmückt und empfangen so - äußerlich sichtbar - dass sie Jesus Christus aufnehmen wollen. Dass dazu aber auch die innere Sichtweise wichtig ist, darum ging es in den einzelnen Stationen an den vier Altären der Fronleichnamsprozession. In ausgewählten Texten aus den Evangelien wurde die Sichtweise Jesu aufgezeigt und in das Verhalten der Menschen im Alltag übersetzt:

  1. Altar: Das Gute sehen
  2. Altar: Blick für Leiden und Not haben
  3. Altar: Hintergründe in Vorgängen und Tatsachen erkennen
  4. Altar: Mit Optimismus - Hoffnung und Mut - leben

 Die Kommunionkinder beteten stellvertretend für alle in den Fürbitten um die Sichtweisen Jesu damit auch die Menschen sich gegenseitig auf Augenhöhe begegnen und so Jesus Christus erkennen: für Menschen die anderes denken, für diejenigen die sich um andere sorgen, für Familien und Paare, für Kranke und Leidende, für die Kirche …

So konnten sich alle Teilnehmenden an der Fronleichnamsprozession in den Bitten und Anliegen wieder finden und die Begegnung auf Augenhöhe nachvollziehen.

 Zuvor feierte Pfarrer Joachim Bayer mit der Gemeinde einen festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael. Fronleichnam feiert noch einmal das Geschehen des Gründonnerstages von der Einsetzung der Eucharistie in den Zeichen von Brot und Wein. „Gebt ihr ihnen zu essen“ sagt Jesus bei der Speisung der 5000 Menschen damals am See Genesareth zu seinen Jüngern, die nur fünf Brote und zwei Fische haben: Und alle werden satt.

„Miteinander teilen, füreinander da sein: Damit will Jesus sagen, dass er das wahre Brot ist das die Sehnsucht der Menschen nach Liebe und Anerkennung  in der Welt stillt, neben dem notwendigen Brot zur Sättigung des Körpers“, so Joachim Bayer in seiner Predigt.

Ministranten mit Kreuz, Fahnen und Kerzen, Banner der örtlichen Vereine, das Jugendblasorchester Kürnachtal, die Kommunionkinder und mehrere hundert Christinnen und Christen zogen mit dem Allerheiligsten durch die festlich geschmückten Straßen und über einen auf dem gesamten Weg ausgelegten Blumenteppich.

Dabei sprach Pfarrgemeinderatsvorsitzender Peter Konrad themenbezogene, selbstverfasste Texte, zur Musik des Jugendblasorchesters erklangen festliche Lieder. An den vier Altären im Altort erteilte Pfarrer Bayer jeweils den eucharistischen Segen über Menschen, Straßen und den gesamten Ort. Mit dem Te Deum – Großer Gott wir loben dich – schloss die Fronleichnamsprozession am „Ölberg“ neben der Pfarrkirch, bevor der Einzug des Allerheiligsten in der Monstranz wieder in die Kirche erfolgte.

 Allen, die in einer Form bei der Vorbereitung und Durchführung zur dieser würdigen Feier beigetragen haben sei ein „Herzliches Vergelt´s Gott“ gesagt. pl                                                                                                                                                      Mehr Bilder zu Fronleichnam sind unter Bildergalerie zu finden.

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