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Predigtreihe zum Hungertuch – Mit dem kommenden fünften Fastensonntag - auch Passionssonntag genannt - endet die Predigtreihe zum Hungertuch. MISEREOR hat zur Fastenzeit 2013 ein neues Hungertuch erstellen lassen. Seit Beginn der vorösterlichen Zeit verhängt es in der Kürnacher Pfarrkirche das Kreuz im Altarraum und lädt zur Betrachtung ein. Die Seelsorger unserer Pfarreiengemeinschaft deuten den Gottesdienstbesuchern seit dem zweiten Fastensonntag diese Bilder.

Pfarrer Joachim Bayer deutet in seiner Fastenpredigt das Bild oben rechts im Hungertuch „Aus der Mitte leben“
Um Jesus sind Menschen verschiedener Nationen und Schichten zum Mahl versammelt. Er ist unsere Mitte. Bei ihm gibt es keine Unterscheidung von arm oder reich, würdig oder unwürdig. Alle lädt er ein, für alle ist er da.
Zur Feier des Liebesmahles gehört aber genauso der Liebesdienst. Daher die Fußwaschung an der rechten Seite. Der Auftrag Jesu "Tut dies zu meinem Gedächtnis" beinhaltet Mahlfeier und Dienst am Nächsten. Beides ist Sakrament Jesu. So wie Jesus Brot für uns ist, sollen wir, durch unseren Einsatz für unsere Mitmenschen, Brot für andere sein.

Pfarrvikar Matthias Karwath predigt zum Hungertuch über das Bild der „Reichen und Mächtigen“, links unten, und deutet das Bildmotiv in seiner Predigt folgendermaßen: "870 Millionen Menschen auf unserer Welt hungern und leben am Existenzminimum. Der krasse Unterschied zwischen Reich und Arm ist eine Perversion, eine Karikatur, eine hässliche Fratze dessen, was Jesus Christus durch die Feier des Abendmahles ausdrücken wollte. Wie damit umgehen: ignorieren, resignieren, dagegen anrennen oder...?"

Über die Fülle die Gott verheißt, predigt Gemeindereferentin Sabine Otto in Verbindung mit dem Bild rechts unten, das eine Vision vom Reich Gottes darstellt. Es wagt den Blick in eine Zukunft die das "Leben in Fülle" bereit hält, die ER allen verheißt und niemanden ausschließt. Sabine Otto fragt und versucht zu antworten, "wer die Verheißungen Gottes" heute verkündet.

Mit dem vierten Bild setzt sich Gemeindereferent Hubert Hemmerich auseinander.  

Es ist eine alte Tradition der Kirche, in der Zeit von Aschermittwoch bis Karfreitag Kreuze und Christusdarstellungen zu verhängen oder zu verhüllen: Auch das Auge soll „fasten“ um das Kreuz und den Gekreuzigten am Karfreitag bei der Enthüllung zur Kreuzverehrung „neu zu sehen“. Mit dem II. Vatikanischen Konzil wurde diese Tradition mehr oder weniger abgeschafft. Und trotzdem wird sie neu gepflegt, v. a. durch die Misereor-Hungertücher seit den 80er Jahren, mit denen vielerorts der Altarraum und damit auch Kreuzesdarstellungen verhängt werden.

Hier die Gottesdiensttermine des kommenden Sonntags mit den letzten Predigten zu den Themen des Hungertuches.    

5. Fastensonntag – Misereor-Sonntag

Samstag 16. März

19:00 Uhr:      Estenfeld: Ein Armer namens Lazarus

19:00 Uhr:      Kürnach: Aus der Mitte leben

Sonntag 17.03.

08:30 Uhr:      Mühlhausen: Aus der Mitte leben

09:30 Uhr:      Estenfeld: Ein Armer namens Lazarus

10:00 Uhr:      Kürnach: Familiengottesdienst

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