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Coronabedingt musste auch in Kürnach die Fronleichnamsprozession zum zweiten Mal in Folge abgesagt werden. Trotz der Lockerung der Rahmenbedingungen für Prozessionen und Wallfahrten durch die bayerische Staatsregierung Ende April, war es leider nicht möglich,

sich an alle geforderten Schutzmaßnahmen sowie Abstands- und Hygieneregeln zu halten. Auch wenn die Tradition des üppigen Blumenteppichs durch die Straßen des Ortes nicht stattfinden konnte, wollte man in Kürnach nicht auf einen Blumenteppich verzichten. So wurde am Fronleichnamstag früh um 6 Uhr ein kleiner Blumenteppich vor und neben der Kirche gestaltet. Um 9 Uhr feierte Pfarrer Joachim Bayer dann bei traumhaftem Sommerwetter einen Freiluft-Gottesdienst auf der geschmückten Wiese an der Kirche. Eine Gruppe des Jugendblasorchesters Kürnach umrahmte diesen musikalisch und spielte zum Abschluss noch ein kleines Stand-Konzert. Den Blumenteppich konnten Spaziergänger und Interessierte noch bis in die Abendstunden betrachten. So wurde aus der aktuellen Situation das Beste herausgeholt und Fronleichnam würdig gefeiert.

Was feiern wir eigentlich an Fronleichnam?

Das Wort Fronleichnam ist ein altes Wort für „lebendiger Leib des Herrn“. In vielen Pfarreien wird die der gewandelten Hostie, der Leib Christi, in der Monstranz durch die geschmückten Straßen getragen. Der „Leib Christi“, der in der Eucharistie gewandelt wird und den wir in der Kommunion in die Hand bekommen und essen, ist das wichtigste und heiligste Zeichen für uns Christen. Wir glauben, dass Jesus uns im letzten Abendmahl dieses Zeichen gegeben hat, dass er immer bei uns ist und uns durchs Leben begleitet. Die Monstranz (von lat. monstrare = zeigen) zeigt dass auch allen, die auf sie schauen und auf das Brot, den „Leib des Herrn“ – unser Glaubenszeichen, das heilige Sakrament. Und wir Christen zeigen bei der Fronleichnamsprozession allen, dass wir an Jesus glauben und ihm nachfolgen.

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